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Aktuelles
Projektbericht 2014: "Naturschutzfachl. Bedeutung aktuell freiwerdender Militärflächen für die Umsetzung der Nat. Biodiv.-Strategie" (3,9 MB)

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Projektinformation "Naturschutzrelevante Militärflächen und Erneuerbare Energien"

Projektinformation "Naturschutzfachliche Analyse und Strategieentwicklung für pot. Konversionsflächen"

Projektbericht 2011-2013: "Naturschutzfachliche Analyse und Strategieentwicklung für pot. Konversionsflächen" (3,5 MB)

Projektbericht 2002-2004: Warum sind Militärflächen wichtig für den Naturschutz?

Broschüre zur Stationierung der Bundeswehr
in Deutschland, 2011


Übertragungsliste der 1. Tranche des Nationalen Naturerbes (100.000 ha)

Flächenliste der 2. Tranche des Nationalen Naturerbes (25.000 ha)

Stand der Übertragung des Nationalen Naturerbes (Anfrage BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, 07/2012)

Informationen des Bundesamtes für Naturschutz zu „Naturschutz und Militär“

Mehr Informationen zur Flächensicherung im Naturerbe-Infoportal

Publikationen
Unsere Veröffentlichung zum Thema: Höntsch et al. (2008) in Natur und Landschaft 83:522-527.

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Überblick







































Die Projekte im Bereich "Naturschutz & Militär" wurden und werden gefördert durch:




Naturschutzrelevante Militärflächen in Deutschland
Seit 2001 recherchiert die Naturstiftung David den Naturschutzwert von Militärflächen in Deutschland – gegenwärtig im Kontext der aktuellen Neuausrichtung der Bundeswehr sowie dem Spannungsfeld zwischen Naturschutz und der Nutzung Erneuerbarer Energien. Die Ergebnisse werden in der Datenbank "Naturschutz & Militär" zur Verfügung gestellt.



Zur Datenbank

Die Datenbank "Naturschutz & Militär Deutschland" wird als Online-Datenbank bereitgestellt. Für die Lagedarstellung der einzelnen Militärflächen ist eine Verknüpfung mit Google Maps implementiert. Die Datenbank wird fortlaufend aktualisiert. Da einige Informationen nicht öffentlich sind, kann ein Zugang zur Vollversion nur auf Anfrage hin zur Verfügung gestellt werden.


Als naturschutzrelevant eingestuft und in die Datenbank aufgenommen wurde eine Militärfläche, wenn sie mindestens 1.000 Hektar aufweist oder zwischen 100 und 1.000 Hektar groß ist und einen Schutzstatus besitzt (z.B. Naturschutzgebiet, NATURA-2000-Gebiet). Militärflächen kleiner als 100 Hektar wurden nur berücksichtigt, wenn sie von überregionaler Bedeutung sind – beispielsweise weil in einem Bunker eine besonders große Fledermauskolonie nachgewiesen wurde. Basierend auf diesen Eckpunkten sind in der Datenbank derzeit über 630 Militärflächen mit einer Gesamtgröße von mehr als 685.000 Hektar katalogisiert.

Aktiv genutzte Militärflächen

Der überwiegende Teil der aktiven Militärflächen wird von der Bundeswehr genutzt. Ein Teil der Flächen in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz wird von der US-Army sowie in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen von der Britischen Armee beübt. Die britischen Streitkräfte haben ihrem Komplettabzug aus Deutschland jedoch bis 2020 angekündigt. Die anderen alliierten Streitkräfte (Sowjetunion/GUS, Frankreich, Belgien) haben ihre Übungsplätze in Deutschland schon vor längerem aufgegeben.

Alle Streitkräfte besitzen inzwischen ein umfassendes Umwelt- und Naturschutzmanagement auf ihren Übungsplätzen. Für die Berücksichtigung von Naturschutzbelangen gibt es auf jedem Übungsplatz Geländebetreuer. Bei den Bundeswehr-Übungsplätzen werden die waldbestandenen Pufferzonen vom Bundesforst betreut. Bundeswehr und Bundesforst sowie die Gaststreitkräfte bemühen sich, die Belange des Naturschutzes so weit als möglich zu berücksichtigen. In den sogenannten Benutzungs- und Bodenbedeckungsplänen ("BB-Pläne") werden die Ansprüche des Naturschutzes und der militärischen Nutzung abgeglichen. Die Naturschutzstrategien werden zudem mit den jeweiligen Naturschutzbehörden der Bundesländer abgestimmt. Zur Umsetzung der FFH-Richtlinie auf den genutzten Militärflächen gibt es Kooperationsvereinbarungen zwischen den einzelnen Bundesländern, den Streitkräften und dem Bundesforst.

Flächenkonversion

Wird eine Militärfläche für den Übungsbetrieb nicht mehr benötigt, prüft die Bundesverwaltung, ob die Fläche für andere Bundeszwecke (z. B. als Ausgleichsfläche für den Bundesfernstraßenbau) genutzt werden kann. Ist dies nicht der Fall, muss die Fläche verkauft werden. Da Naturschutz keine Bundesaufgabe ist, darf die Bundesregierung hierfür keine Flächen vorhalten. Dies führte in der Vergangenheit oft zu Konflikten. Aus Naturschutzsicht wertvolle ehemalige Militärflächen wurden verkauft. Da ein privater Käufer ein legitimes Nutzungsinteresse an der erworbenen Fläche hat, können die Flächen unter Umständen durch Holzeinschlag oder die Nutzung von Erneuerbaren Energien beeinträchtigt werden – auch wenn sich Schutzgebiete auf den Flächen befinden.

Mehrere Tausend Hektar ehemaliger Militärflächen konnten jedoch seit 1990 durch die Bundesländer und von Naturschutzorganisationen käuflich erworben und damit langfristig erhalten werden. Ein Meilenstein bei der Sicherung naturschutzrelevanter Militärflächen waren die Beschlüsse der Bundesregierung aus den Jahren 2005 und 2009: Bei bis zu 125.000 Hektar national bedeutsamer Naturschutzflächen wurde auf eine Privatisierung verzichtet. Dies beinhaltet auch rund 85.000 Hektar ehemalige Militärflächen. Die Sicherung weiterer mindestens 30.000 Hektar naturschutzrelevanter Militärflächen wurde im Koalitionsvertrag von 2013 vereinbart. Die Flächen wurden und werden der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Bundesländern oder von ihnen benannte Naturschutzorganisationen übertragen. Ein Teil der Flächen verbleibt auch als sog. „Bundeslösung“ im Eigentum des Bundes und wird dauerhaft nach den Kriterien des Nationalen Naturerbes betreut. Von den deutschlandweit rund 350.000 Hektar naturschutzfachlich wertvollen ehemaligen Militärflächen konnten bis Juni 2015 insgesamt rund 130.000 Hektar dauerhaft für den Naturschutz gesichert werden.

Gemeinsam mit anderen Naturschutzorganisationen wird sich die Stiftung auch weiterhin für die Sicherung frei werdender naturschutzfachlich wertvoller Militärflächen einsetzen.
Kontakt
E-Mail senden

Katharina Kuhlmey
Telefon: 0361 / 555 03-37

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 10.07.2015
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