Kurzinfo
Naturerbefläche:
Rüthnicker Heide
Größe:
3.955 ha
Bundesland/Landkreis:
Brandenburg/Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin
Ehemalige Nutzung:
Standortübungsplatz der NVA bis 1990
Eigentümer:
Lage:




















Kontakt
NABU Brandenburg
Haus der Natur
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Lindenstr. 34,
14467 Potsdam
Tel. 0331 / 201 55-70 | Fax -77
Mob. 0178 / 3316833

Naturstiftung David
Katharina Kuhlmey
Tel. 0361 - 555 0337
Trommsdorffstr. 5
99084 Erfurt
Patenschaft „Rüthnicker Heide”
Der NABU Landesverband Brandenburg hat im Jahr 2008 für die von der DBU Naturerbe GmbH langfristig betreute Naturerbefläche "Rüthnicker Heide" eine Patenschaft übernommen. Die ehemals militärisch genutzte Fläche befindet sich zwischen Oranienburg und Neuruppin. Der NABU Landesverband Brandenburg unterstützt die DBU Naturerbe GmbH bei ihren Aktivitäten vor Ort.

Die Rüthnicker Heide hat vor allem wegen ihrer Großflächigkeit eine hohe Bedeutung für den Naturschutz. Ein Großteil der Fläche, insbesondere der südwestliche Bereich ist durch ausgedehnte Kiefernforste geprägt. Der nördliche Bereich wird von eingelagerten Mooren und Kleingewässern strukturiert. Weitere wertvolle Biotope im Gebiet sind Feucht- und Pfeifengraswiesen, kleinere Moore, altholzreiche Kiefern-Traubeneichenwälder, Calluna-Heiden sowie Sandtrockenrasen.

Aufgrund einer starken Grundwasserabsenkung ist das sogenannte Möllersche Luch, ein großes Moor im Gebiet, trocken gefallen.
Biologische Besonderheiten

Die Rüthnicker Heide beherbergt insbesondere in den Trocken- und Magerbiotopen der offenen Heideflächen aber auch in den Feucht- und Nasslebensräumen viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Hierzu zählen Silbergras, Heidelerche, Brachpieper, Schwarzfleckiger Heidegrashüpfer, Blauflügelige Sandschrecke, Steppengrashüpfer und Heidekraut-Fleckenspanner, eine der am stärksten gefährdeten Insektenarten Mitteleuropas. Bei den Lurchen und Kriechtieren sind z.B. Schlingnatter und Kreuzkröte vertreten. Aus den Waldkomplexen liegen Nachweise seltener Vogel- und Fledermausarten vor. Besonders ist hier der vom Aussterben bedrohte Schreiadler hervorzuheben.
Aktivitäten des Paten

Der NABU Landesverband Brandenburg verfügt über zahlreiche naturkundliche Landesfachausschüsse. Er ist daher das zentrale Netzwerk für Faunistik und Floristik in Brandenburg. Der NABU Brandenburg wird im Rahmen der Patenschaft Artenerfassungen und gegenenfalls Monitorings durchführen. In Absprache mit der DBU Naturerbe GmbH plant der Patenschaftsverein darüber hinaus die Durchführung von punktuellen Artenschutzmaßnahmen, wie kleinflächige Wiedervernässungsmaßnahmen, Nisthilfen und spezielle Maßnahmen zum Schreiadlerschutz.

Bei der Naturerbe-Managementplanung besteht ein fachlicher Austausch zwischen der DBU Naturerbe GmbH als Flächeneigentümer sowie dem NABU Brandenburg.

Internetseite des Paten: NABU Brandenburg

Die Patenschaft ist Bestandteil eines bundesweiten Projektes zur langfristigen Sicherung national bedeutsamer Naturschutzflächen.

Übersicht der Patenschaften

Projektinformation „Patenschaften Naturerbe“
















































ein Projekt der


Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
  aktualisiert am 10.03.2014