Kurzinfo
Naturerbefläche:
Daubaner Wald
Größe:
3.272 ha
Bundesland/Landkreis:
Sachsen/Landkreise Bautzen und Görlitz
Ehemalige Nutzung:
Truppenübungsplatz bis 1992
Eigentümer:
Pate:
Sächsischer Verband für Fledermausforschung und Schutz e.V.
Lage:
























Kontakt
Sächsischer Verband für Fledermausforschung und Schutz e.V.
Karl-Heinz Pilop
Bautzner Straße 33
02694 Pließkowitz
Tel.: 03578 / 787 167 200

Naturstiftung David
Katharina Kuhlmey
Tel. 0361 / 555 03-37
Trommsdorffstr. 5
99084 Erfurt
Patenschaft „Daubaner Wald”
Der Sächsische Verband für Fledermausforschung und -schutz hat im Jahr 2008 für die von der DBU Naturerbe GmbH langfristig betreute Naturerbefläche "Daubaner Wald" eine Patenschaft übernommen. Das ehemalige Militärgebiet befindet sich 15 km nordöstlich von Bautzen im Oberlausitzer Heidegebiet. Der Sächsische Verband für Fledermausforschung und -schutz unterstützt die DBU Naturerbe GmbH bei ihren Aktivitäten vor Ort.

Seit 1964 wurde die Fläche von der Nationalen Volksarmee als Truppenübungsplatz bzw. als Panzer- und Infanterieschießplatz genutzt. Im Zuge der militärischen Nutzung kam es zu ausgedehnten Abholzungen. Heute wird das Gebiet durch ausgedehnte, mehr oder weniger trockene Kiefernwälder geprägt, die auch die vorhandenen Binnensanddünen bedecken. In Geländesenken haben sich Wasserflächen erhalten, die z.T. fischereiwirtschaftlich genutzt werden. Außerdem sind noch kleine, ehemalige Torfstiche und Moore zu finden. Die während der militärischen Nutzung entstandenen großen Offenlandbereiche mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten sind aufgrund fehlender oder verfehlter Pflege weitestgehend wieder mit Wald bedeckt.
Biologische Besonderheiten

Eine botanische Besonderheit des Gebietes sind die Restvorkommen der Tieflandfichte. In feuchten Bereichen sind Rausch- und Moosbeere vertreten, außerdem Glocken- und Rosmarienheide, Sumpfpost, Wildgladiole, Mittlerer und Rundblättriger Sonnentau, Moor- und Sprossender Bärlapp sowie mehrere Leichkraut- und Wasserschlaucharten. Auch zoologisch ist das Gebiet bedeutsam: Der Seeadler brütet mit regelmäßig hoher Nachwuchsrate im Gebiet, der Fischadler ist hingegen ein eher unregelmäßiger und seltener Brutvogel. Weitere Brutvögel sind Eisvogel (entlang der Spree), Rotmilan, Wespenbussard, Baumfalke, Raubwürger, Neuntöter, Klein-, Mittel-, Bunt-, Grün- und Schwarzspecht, Rohrdommel, Graugans, Schellente, Braunkehlchen und Pirol. Selten brütet der Wiedehopf im Daubaner Wald, der Kranich ist dagegen mit mehreren Brutpaaren vertreten. Seit dem Jahr 2007 lebt der Wolf mit einem ständigen Rudel im Gebiet. Bemerkenswert sind die Fledermausvorkommen. Bisher konnten das Große Mausohr, Wasser- und Fransenfledermaus, Große und Kleine Bartfledermaus, Großer Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zwerg-, Rauhhaut- und Mückenfledermaus sowie das Braune Langohr nachgewiesen werden.
Aktivitäten des Paten

Der Sächsische Verband für Fledermausforschung und -schutz engagiert sich seit 1988 auf der Fläche. Der Verein setzt sich für den Schutz und die Weiterentwicklung der Fläche ein. Der Schwerpunkt seiner Aktivitäten liegt im Bereich Fledermausforschung und -schutz. So wurden insgesamt ca. 200 Fledermauskästen im Gebiet angebracht. Außerdem haben in den letzten 15 Jahren zahlreiche Beringungsaktionen durch den Verein stattgefunden.

Internetseite des Paten: fledermausverband.de

Die Patenschaft ist Bestandteil eines bundesweiten Projektes zur langfristigen Sicherung national bedeutsamer Naturschutzflächen.

Übersicht der Patenschaften

Projektinformation „Patenschaften Naturerbe“


Publikationen

Faltblatt Daubaner Wald

































ein Projekt der


Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).
  aktualisiert am 10.03.2014